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Entspannung

Ruhepol

Als berufstätige Mutter von drei Kindern kenne ich das Thema Stress sehr gut. Wir sind sozusagen ziemlich gute Bekannte. Und eigentlich würde ich auf diese Bekanntschaft sehr gerne verzichten. Und fast immer taucht diese Bekannte, um mal in diesem Bild von Stress zu bleiben, genau dann auf eine Tasse Kaffee (oder zwei, oder drei, sprich: sie bleibt lange und denkt nicht daran, zu gehen) auf, wenn es mir ganz und gar nicht passt.

Das kommt Ihnen vielleicht bekannt vor. Wir organisieren sehr fleißig unseren Alltag und unsere Aufgaben und freuen uns, wenn wir am Ende des Tages alles dann doch „irgendwie“ geschafft haben. Ich bin ein bisschen eine Meisterin darin, das, was zu tun ist, „irgendwie“ zu schaffen.

Wie bei dem beliebten Werbeslogan einer Baumarkt Kette, gibt es ja auch immer was zu tun! Auf die Nachfragen von Familie und Freunden „Wie das denn gehe?“ war ich erstaunt und stellte fest, dass ich keine Ahnung hatte, wie ich das genau schaffte. Ich muss im Autopilot Modus unterwegs gewesen sein. Es ist ja auch praktisch, einfach alle Aufgaben „wuppen“, wie man im Sauerland so schön sagt, ohne über das Wie genau nachzudenken. Ab und zu tauchte besagte Bekannte Stress auf und wollte hartnäckig auf Kaffee und Kuchen bleiben. Wie ungelegen! Mitten im Autopilot Modus, die Dinge einfach erledigen zu wollen, weil es ja „muss“, kommt da plötzlich jemand vorbei und stört. Und noch besser, statt Blumen brachte die Bekannte Stress höchst unwillkommene Gastgeschenke mit: ein Gefühl von Beklemmung hier, etwas Herzrasen da, noch etwas Engegefühl und Unruhe dazu. Die Freude über solche Mitbringsel ist gering, und dementsprechend war es mir immer ein Anliegen, den Stress möglichst schnell wieder aus dem Haus zu bekommen. Irgendwann dämmerte mir, der Stress würde wieder kommen, und zwar ziemlich regelmäßig und, ich fürchtete, mit zunehmender Hartnäckigkeit. Ich stand also unter Zugzwang- was tun? Gute Ratschläge gibt es genug. Also stürzte ich mich hinein in einen Wald von Möglichkeiten, es der Bekannten beim nächsten Mal möglichst ungemütlich zu machen. Und erweiterte mein tägliches Pensum um einen weiteren Punkt: „Entspannen!“ Ergebnis bitte schnell, viel Zeit habe ich nicht.

Ahnen Sie was?
Dann sind Sie flotter als ich es war. Ich bin von Haus aus etwas stur veranlagt, und wenn ich mir etwas vornehme, wird es durchgezogen. Heute sehe ich darin sowohl ein Geschenk als auch etwas, wo ich genau achtgeben muss um nicht an etwas festzuhalten, was lieber losgelassen werden möchte.

Ich erspare Ihnen die Schilderung diverser Schleifen meiner „Entspannungs- Verzweiflung“ und erzähle Ihnen lieber, was letztlich eine Wende brachte.

Irgendwann kam der Tag, an dem ich schlicht und ergreifend keine Kraft mehr hatte, den Stress an meinem Kaffeetisch zu ignorieren. Und stellte fest, ich hätte schon viel früher einmal zuhören können, warum ich denn überhaupt besucht werde. Allein am Kaffee konnte es nicht liegen (ich bin eine miserable Kaffee Zubereiterin, da ich lieber Tee trinke). Es folgte ein gutes Gespräch. Über das, was ich mir vom Leben erhoffe, was ich mag, was nicht, was gut läuft, was nicht und so weiter und so fort. „Ja, aber!“ jammerte ich „deine Geschenke! Muss das denn sein?! Herzrasen, wer will denn sowas! Beklemmung, Unruhe, ich bitte dich!!“ Und nun wird es ergreifend: ob ich sie sonst überhaupt wahrgenommen hätte? Ist die Gegenfrage. Und die ehrliche Antwort lautet, nein, hätte ich natürlich nicht. Wer sich in einem voll durchgetakteten Alltag nicht laut bemerkbar macht, fällt schnell hinten runter.

Und wie geht es nun weiter?
Beim nächsten Mal, so die Bekannte, würde sie eine Freundin mitbringen. Sie seien sehr eng miteinander und ich würde mich bestimmt freuen. Es gäbe aber wahrscheinlich anfangs etwas Verständigungsprobleme, ich solle jedoch unbesorgt sein.

Mit Tee (denn der passt besser zu mir) und Kuchen wartete ich auf den nächsten Besuch. Ich war gespannt und hetzte erstmals nicht durch den Tag in Sorge vor dem Moment, da der Stress klingelte und um Einlass bat. Und lernte schließlich dessen enge Freundin Entspannung kennen.

Allerdings gab es Verständigungsprobleme, und zwar nicht zu knapp. Und sie war anders, als ich sie mir vorgestellt habe. Geduldig, sie hatte keine Forderungen an mich und hat großes Interesse an meinem Leben und meinen Wünschen und Sehnsüchten. Inzwischen treffen wir uns häufig, mal ist es ein kurzer Besuch, mal etwas länger.

Warum erzähle ich Ihnen hier „so komisch“ etwas über Stress? Nun, ich hätte an dieser Stelle einige Fakten transportieren können, zum Beispiel, warum es wichtig ist, sich zu entspannen, was im Körper geschieht, wenn Sie es nicht tun. Wie Sie dauerhafter Stress gesundheitlich ernsthaft schädigen kann. All das sind sicherlich auch wichtige Informationen. Aber die Chance ist groß, dass Sie das a) schon mehr oder weniger detailliert wissen (und was bringt das Wissen allein?) und b) dass ich mich von einem hohen Experten „Ross“ herab präsentiere als eine, die genau weiß, was für Sie das Beste ist. Das ist selten sympathisch und darüber hinaus auch Quatsch, denn die Expertin oder der Experte in Ihrem Haus sind Sie.

Vielmehr möchte Sie mit meinen Angeboten rund um das Thema Entspannung gerne einladen und Sie auf Ihrem Weg begleiten. Ich möchte Ihre Neugier wecken und Ihr Interesse, sich mit dem Stress in Ihrem Leben in Ruhe an den Kaffeetisch zu setzen, so dass die Entspannung dazu kommen kann. Entspannung ist immer ein individuelles Thema, bei allen Gemeinsamkeiten, die es gibt. Es ist immer Ihr eigener Weg in die Entspannung. Und nur weil Ihr Nachbar mit Methode XYZ so gut „runterfahren“ kann, heißt das nicht, dass das bei Ihnen auch so ist.

Und da es so viele verschiedene Möglichkeiten und Wege in die Entspannung gibt, ist das, was ich Ihnen hierzu anbiete, auch ein bisschen wie ein bunter Blumenstrauß. Und Sie schauen, welche Blume zu Ihnen passen könnte.

Einzelcoaching - wir schauen gemeinsam genau hin.

Entspannungskurse „Free Style/ bunter Blumenstrauß“ - ein wohltuender Mix diverser Entspannungstechniken und Verfahren

Entspannungskurse ganz klassisch (bald über die Krankenkasse abrechenbar): Autogenes Training und Progressive Muskelrelaxation (PMR)